Der Klimawandel hat einen weitreichenden Einfluss für Städte und ihre Bewohnerinnen und Bewohner: Die Erwärmung der Erdatmosphäre führt zu häufigeren und intensiveren Hitzewellen, Starkregenereignissen und weiteren Wetterextremen. Auch in der Stadt Crailsheim machen sich die Auswirkungen immer stärker bemerkbar und haben daher einen direkten Einfluss auf die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen, aber auch auf die städtische Infrastruktur.
Das Klimaprofil der Stadt Crailsheim zeigt die Veränderungen wichtiger klimatischer Werte seit 1961 bis heute. Weitere Untersuchungen wurden im Rahmen der regionalen Klimaanalyse von 2020-2023 und der Starkregenanalyse 2024 durchgeführt. Die Ergebnisse der Analysen dienen als Grundlage für städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen und Anpassungskonzepte.
In Zeiten des Klimawandels mit einer Zunahme von Extremwetterereignissen wie Hitzeperioden, Starkregen oder Stürmen sowie der Gefahr eines großflächigen Stromausfalls ist es der Stadtverwaltung wichtig, die Bevölkerung frühmöglich zu warnen. Über den Button gelangen Sie auf die städtische Webseite für mehr Informationen.
Stadtgrün umfasst alle begrünten Flächen innerhalb einer Stadt – von Parks, Spielplätzen und Friedhöfen über Straßenbäume, Grünanlagen sowie Dach- und Fassadenbegrünungen bis hin zu Privatgärten und landwirtschaftlich genutzten Flächen.
Diese grünen Räume leisten einen wichtigen Beitrag für eine lebenswerte und klimaangepasste Stadt. Sie sorgen insbesondere an heißen Tagen für Abkühlung, verbessern die Luftqualität und unterstützen die natürliche Versickerung und Rückhaltung von Regenwasser. Gleichzeitig bieten sie wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen und fördern die biologische Vielfalt.
Darüber hinaus schaffen Grünflächen Orte der Erholung, Begegnung und Bewegung. Sie stärken das Wohlbefinden der Menschen und tragen wesentlich zur Attraktivität und Le-bensqualität unserer Stadt bei.
Die Förderung und der Erhalt des Stadtgrüns sind daher wichtige Bausteine einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Stadtentwicklung.
Im Rahmen vom Masterplan Östliche Innenstadt wurde bei der Sanierung des Volksfest-platzes beschlossen den Anteil versiegelter Fläche zu reduzieren und den Baumbestand zu erhöhen.
Smart Forest
Das Projekt „Smart Forest“ am Berliner Platz ist eine der Maßnahmen als Antwort auf die Ergebnisse auf die regionale Klimaanalyse und soll sowohl punktuell Minderung gegen die Überhitzung schaffen, als auch die Aufenthaltsqualität und Attraktivität des Stadtteils fördern.
Gründächer bieten sommerlichen Hitzeschutz, verbessern die Wärmedämmung im Winter, tragen zur Starkregenvorsorge bei, binden Feinstaub und CO2 und schaffen Lebensräume für Vögel und Insekten. Grüne Dächer sehen also nicht nur schön aus. Sie tragen auch enorm zum Wohlbefinden der Bürgerinnen und Bürger bei.
Gärten haben eine wichtige Rolle für die Lebensqualität in Zeiten der Klimaerhitzung:
Durch eine natur- und artenfreundliche Gestaltung privater Grünflächen kann jeder einen Beitrag zur Reduktion der thermischen Belastung des unmittelbaren Wohnumfeldes leisten und die natürliche Lebensgrundlage stärken. Insbesondere alte aber vitale Baumbestände sollten auch auf privaten Grundstücken unter Schutz gestellt werden.
Schottergärten sind kontraproduktiv. Sie heizen sich wie versiegelte Flächen tagsüber stark auf und geben die Wärme abends wieder an die Umgebung ab. Sie tragen somit zu einer höheren nächtlichen Lufttemperatur und einem stärkeren urbanen Wärmeinseleffekt bei. Gleichzeitig ist die Biodiversität von Schottergärten stark reduziert.